22.02.2018

Das Wort zum Freitag - Für einen weltlichen Feiertag!










In Deutschland geht es ungerecht zu. Diese Ungerechtigkeit verteilt sich oft nach einem Nord-Süd-Gefälle, nicht nur beim Wohlstand.

So hat Augsburg im Jahr glatte 5 Feiertage mehr als Hamburg.

Es ist also völlig verständlich, wenn Hamburg und andere Nordländer das ändern möchten. Ja, es sollten sogar noch mehr Länder werden, die das tun.

Völlig unverständlich ist allerdings, wenn in Zeiten stetig wachsenden Bedeutungsverlustes der Religion das Feiertagsungleichgewicht ausgerechnet mit einem Reformationstag etwas ausgeglichen werden soll.

Wer das schon jetzt auch so sieht, egal ob aus Hamburg oder nicht, sollte gleich diese


 Onlinepetition unterzeichnen!


Die Zeit eilt, bereits am 28. Februar will die Hamburger Bürgerschaft abstimmen.


Um die unsinnige Lutherlobhudelei noch zu verhindern und einen Feiertag zu finden, der allen Bevölkerungsschichten gerecht wird, hat sich ein Hamburger Bündnis formiert. Zu den Mitgründern gehört auch unsere Kirche, die in die Liste der Gegenvorschläge für einen weltlichen Feiertag den Internationalen Darwintag mit eingebracht hat.


Hier unser gemeinsamer offener Brief.


Sehr geehrte Frau Präsidentin der Bürgerschaft, 

sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister, 
sehr geehrte Senatorinnen und Senatoren, sehr geehrte Abgeordnete, 

die Bürgerschaft möchte am 28. Februar über einen neuen gesetzlichen Feiertag abstimmen. Mit  Besorgnis  mussten  wir  zur  Kenntnis  nehmen,  dass  sich  die  Ministerpräsidenten  und Bürgermeister der Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg in einer Sondersitzung der Konferenz Norddeutschland am Donnerstag, den 31. Januar 2018 in Berlin für den Reformationstag am 31. Oktober aussprachen. 


Sechs christliche Feiertage sind bereits im Kalender verankert. Unser Bündnis lehnt einen weiteren christlichen Feiertag ab und fordert stattdessen die Einführung eines weiteren weltlichen Feiertages für alle Bürgerinnen und Bürger. 


Zunächst begrüßen wir die Entscheidung, das Gesetz über Sonntage, Feiertage, Gedenktage und Trauertage (Feiertagsgesetz) vom 16. Oktober 1953 dahingehend zu ändern, dass ein weiterer Feiertag aufgenommen wird, um das Ungleichgewicht in der Arbeitszeit-gerechtigkeit zwischen Süddeutschland und Norddeutschland zu kompensieren. Eine länderübergreifende Lösung für alle nördlichen Bundesländer ist schon wegen der zahlreichen Pendler und grenz-

überschreitenden Schüler anzustreben. 

Wir  meinen,  eine  konfessionsgebundene  Entscheidung  muss  mindestens  ohne  Fraktionszwang erfolgen und weisen darauf hin, dass die Abgeordneten gemäß Artikel 7 der Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg „Vertreterinnen und Vertreter des ganzen Volkes“ sind.  


Ein neuer Feiertag sollte eine möglichst große Akzeptanz bei den Menschen erfahren. Es bietet sich  jetzt  eine  einmalige  Chance,  die  Hamburgerinnen  und  Hamburger  im  Rahmen  eines öffentlichen  Beteiligungsprozesses  in  die  Entscheidung  einzubeziehen.  Die  Beteiligung könnte, aber muss nicht zwingend über einen „Volksentscheid“ stattfinden. Gerade bei der Entscheidung  über  einen  neuen  Feiertag  kämen  auch  andere  spannende  Beteiligungsver-

fahren, wie etwa die Stadtwerkstadt Hamburg, in Frage. 
        

Es  mag  sein, dass die  Reformation  für  die Gemeinde der evangelischen  Christen  von herausragender  Bedeutung  ist.  Im  Hinblick  auf  die  seit  Jahren  kontinuierlich  sinkenden  Mitgliederzahlen  ist  die  Etablierung  eines  evangelischen  Feiertages  im  pluralistischen  und freiheitlich-demokratischen Hamburg  von  2018,  in dem über  100  verschiedene Glaubensrichtungen mit Konfessionsfreien friedlich zusammenleben, geradezu anachronistisch. 

  
Der Reformationstag ist ein rein evangelischer Feiertag und keineswegs für das ganze Volk. Die beiden  evangelisch-lutherischen  Kirchenkreise  zählten  2016  nach  eigenen  Angaben zusammen  ca.  650.000  Mitglieder.  Ende  2016  waren  in  Hamburg  1.860.759  Einwohner gemeldet.  Somit  repräsentieren  Evangelisch-Lutheraner  lediglich  ein  knappes  Drittel  der Hamburger. Für die Mehrheit, alle anderen Glaubensgemeinschaften und Konfessionsfreien der  Freien  und  Hansestadt  Hamburg,  ist  der  bei  Historikern  ohnehin  umstrittene  Thesenanschlag Luthers nur von geringer Bedeutung. 

Die  Berufung  auf  einen  enormen  positiven  gesellschaftlichen  Impuls  der  Reformation  ist historisch nicht haltbar. Die Reformation wäre etwa ohne den Humanismus, die Erfindung des Buchdruckes,  den  Aufstieg  des  finanzstarken  Bürgertums  und  die  Auflehnung  der  Fürsten gegen Papst und Kaiser nicht möglich gewesen. Luther war unbestritten eine bedeutende Persönlichkeit, doch seine Rolle wird von der Kirche überhöht. Die auch in seiner Verantwortung 

stehende Spaltung der Kirche hatte zudem verheerende Folgen, die sich bis heute auswirken. 
Vor allem angesichts der 400. Jährung des Prager Fenstersturzes am 23. Mai, der unter der Dynamik des Konfessionsstreits zum grausamen Dreißigjährigen Krieg führte und geschätzten 6-7 Millionen von 18 Millionen Deutschen das Leben kostete, ist die Huldigung der Kirchen-
spaltung nach unserem Ermessen durchaus zynisch. 

Selbst wenn Luthers Schriften im historischen Kontext betrachtet werden müssen, sind seine antisemitischen und antimuslimischen Entgleisungen – allen voran seine Schriften „Von den 

Juden und ihren Lügen“ (1543) und „Vom Kriege wider die Türken“ (1528) – nicht hinnehmbar, da sie Gefühle der heute lebenden Juden und Muslimen verletzen.  

In der Plenarsitzung vom 11. Oktober 2017 wird Hamburg als „Hauptstadt des interreligiösen Dialogs“ hervorgehoben. Damit sei der Reformationstag, obwohl wie beschrieben ein klarer Trennungsakt,  „Brückenschlag  zwischen  den  Religionen”.  Mindestens  die  Hälfte  der  Hamburger Bürger ist konfessionsfrei und wird mit einem „interreligiösen Dialog“ vollkommen außen vor gelassen. Dass ausgerechnet Luther den Grundstein eines säkularen Staates gelegt 

haben soll, entspricht nicht den Tatsachen. Humanismus und Aufklärung werden kurzerhand aus der Geschichte getilgt. Für viele Konfessionsfreie lässt sich Ethik nicht aus der Religion oder 
gar der Reformation herleiten. Der Reformationstag ist für den inter-weltanschaulichen Dialog nicht geeignet. 

Ohne die Bedeutung der ev.-luth. Kirche schmälern zu wollen, deren Engagement für die Stadt wir  durchaus  anerkennen,  lehnen  wir  den  Reformationstag  als  weiteren  konfessionellen

Feiertag aus oben genannten Gründen entschieden ab.  

Erfreulicherweise werden in der Bürgerschaft bereits Alternativ-vorschläge diskutiert. Im Prinzip akzeptieren wir jeden weiteren säkularen Feiertag. Wir möchten die Diskussion um eigene 

Vorschläge bereichern (in chronologischer Reihenfolge):  

12. Februar  „Internationaler Darwin-Tag“ (Geburtstag v. Charles Darwin 1809) 

8. März:    „Tag der Frauenrechte und des Weltfriedens“ (UN)  
8. Mai:    „Tag der Befreiung“ (Kapitulation Nazideutschlands 1945) 
9. Mai:    „Europatag“ (Schuman-Erklärung 1950) 
23. Mai:   „Tag der Grundrechte“ (Dreißigjähriger Krieg 1618 / Grundgesetz 1949) 
1. Juni    „Kindertag“ (UN) 
1. November:  „Europatag“ (1993 Maastricht-Verträge) 
4. November:  „Tag der Menschenrechte“ (Europäische Menschenrechtskonvention 1950);  
9. November:  „Tag der Erinnerung“ (Republik 1918, Pogromnacht 1938, Mauerfall 1989);  
20. September:  „Weltkindertag“ (BRD Resolution 1954) 
10. Dezember:   „Tag der Menschenrechte“ (AEMR der UN 1948) 

Kommt es zu einem Entscheid für den Reformationstag mit Privilegierung der ev.-luth. Kirche, würden die Mitglieder der anderen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften einseitig und ungerecht übergangen. Wir protestieren gegen diese einseitige und gegen den Geist unserer demokratischen Verfassung verstoßende Bevorzugung einer einzelnen Religion. Statt eines Feiertags, der nur zur weiteren Spaltung der Gesellschaft führen kann, fordert dieses 

Hamburger Bündnis die Einführung eines offiziellen Gedenktages, der eher geeignet ist die Menschen zusammenzuführen und zu vereinen. 

Die  kulturell  vielschichtige  Stadt  Hamburg  sollte  sich  nicht  allein  auf  ihre  christliche Vergangenheit berufen, sondern selbstbewusst auf ihre wachsende Bedeutung als weltoffene europäische Metropole verweisen. Ein weiterer säkularer Feiertag für alle Hamburgerinnen 

und Hamburger, der die Grundwerte des friedlichen Zusammenlebens hochhält, könnte zur Versöhnung  der  Kulturen  beisteuern  und  die  Bürgerinnen  und  Bürger  für  die gesellschaftsrelevanten  Themen  Inklusion,  Europa  und  Globalisierung  sensibilisieren.  Wir bitten Sie daher, unsere Gedanken und Empfehlungen gewissenhaft in Ihre parlamentarischen Überlegungen einzubeziehen. 
  
Gezeichnet 
Hamburger Bündnis für einen weltlichen Feiertag:















Und wer es bisher noch nicht getan hat, sollte spätestens jetzt unsere

Petition zeichen.


Auch, wenn ihr nicht aus Hamburg kommt!



15.02.2018

Das Wort zum Freitag - Glaubenssache



Jesus prügelt die Händler aus Tempel



Olle Jesus wird also 2012 Jahre alt.
In welchem Sternbild? - Na, Steinbock, wie ich.
Das sind immer so dominante Durchreißertypen. Sie mögen einigen Rummel um sich, bis zum Personenkult...
Stalin war mit seinem 21. Dezember mal gerade ein Grenzfall – Schütze -.
Der hat andere schießen lassen – Nicht zu knapp.
Ich halte nichts von dem Horroskopquatsch, gar nichts.
Und wie alt wäre „Gott Vater“?
Altert der überhaupt?
Wenn er uns nach seinem Bilde schuf, muss das drin sein.
gibt’s da Rentner, Ost – West etwa?
Gut, der Vater war´s ja nicht. Er hatte den heiligen Geist beauftragt, Maria die unbefugte Empfängnis beizubringen.
Gar nicht so ungeschickt für den Fall der Alimentenfrage.
Die arme Frau!
Was hat die denn beim Empfangen empfunden?
Vorspiel – Nachspiel – Windspiel
Was hat sie überhaupt mit bekommen?
Glücksschauer?
Oder: Beim ersten Mal....
Ging nicht. Fand ja nicht statt. So jedenfalls nicht.
Und da fängt für mich die Diskriminierung der Frau an. Das hält sich im Katholischen, und nicht nur da, bis heute offiziell.
„Unbegrenzte Empfängnis“ geht auch, wenn´s sein muss, im Internet etwa oder bei der Haushälterin – je nach Vernetzung.
Josef sieht auch nicht gerade gut aus bei der ganzen Geschichte.
Konnte, wollte er oder durfte er nicht?
Wie war das überhaupt mit der Verhütung damals?
Schafdärme – wie man hört. Na, ich weiß ja nicht...so rubbelig stelle ich es mir vor..
Spezialistinnen mögen das ja mögen. Besser als gar nicht, oder Interruptus.
Maria jedenfalls war irgendwie angeschmiert, find ich.
Aber das kam nicht von ungefähr.
Wenn ich Bilder von ihr sehe: war sie sexy?
Hätte die mich angemacht? Immer so glatt mit einem Schuss Demut. Kein bisschen selbstbestimmt.
So was lässt sich dann von einem Windhauch schwängern...
Oder wie kam der heilige Geist an sie ran, über sie her?
Wie tun das Bischöfe?
Maria, die Reine.
Zeichnet das unbedingt jemand aus?
Es heißt ja, dass Jesus noch Geschwister hatte.
Na bitte! Plötzlich ging´s!
Das ist wie mit dem Ofen: Mal richtig fegen, damit er Zug bekommt.
Maria, die Reingefegte.
Zeichnet „Reinheit“ - jedenfalls in dieser Beziehung, überhaupt noch jemand aus?
Je befleckter – um im Jargon zu bleiben – desto interessanter – wenn ich mir den bunt befleckten Blätterwald ansehe – gelegentlich in Wartezimmern.
So richtig lebendig sichtbar ist Jesus ja nur um die 34 geworden, kinderlos.
Wenn man dauernd Keuschheit predigt vergeht „Es“ einem vielleicht.
Außerdem fehlte die Zeit.
Es gibt auch Gegenbeispiele, wie jüngst bewiesen.
Der „Herr“ war nur kurz begraben. Er kam nochmal auf einen kräftigen Schluck Meßwein vorbei und fuhr auf, auf nimmer wiedersehen.
Ich bin verschiedentlich eingefahren, in Bergwerke z.B. - oder mit dem Alter, um einige Zentimeter...
Nun sitzt Jesus dem Vater zur Seite, assistiert gewissermaßen.
Wobei eigentlich?
Die Guten zu uns, die Schlechten … Na?
Ist doch auf die Dauer langweilig.
Man kann beten wie man will, sie hören es nicht. Es passiert nichts, nur Unfug..
Frieden? Beseitigung des Hungers?
Am besten scheint es der heilige Geist zu haben.
unsichtbar, lautlos
gelegentlich mal eine Jungfernzeugung organisieren
aber immer geliebt und beschworen.
Ich sympathisiere ja bekanntermaßen etwas mit der Wiedergeburt beim Buddhismus.
Wiedergeburt als Ausgeburt. Das lässt der Phantasie viel Raum.
Aber ich bin viel zu gerne Atheist.
Man darf doch trotzdem mal ein bisschen spinnen.
Wiedergeboren als Stellvertreter des heiligen Geistes...
Den für Gott gibt’s ja schon – Oktopus XVI. Welche Anmaßung!
Ich würde dann als Wunder ausgelegt.
Endlich unsterblich – auch wenn es kaum jemand glaubt.
Ein paar Denkfaule gibt es immer.
Ansonsten den lieben Gott einen guten Mann sein lassen,
solange er mich unbehelligt lässt.
Wenn das nichts ist!



Ein Gastbeitrag von Manfred Wagner, Templin
Erstveröffentlichung 12.07.2012




08.02.2018

Das Wort zum Freitag - Wir helfen euch!



Keine Woche vergeht, in der wir nicht von euch Post bekommen. Nicht immer ist dann so eine schöne Karte dabei, wie die oben. Über die habe ich mich sehr gefreut, zeigt sie doch, wir haben in allen Altersgruppen unser Anhänger.

Meist ist es die Bitte, ein paar Aufkleber zuzusenden. Drei Stück haben wir davon inzwischen, und jeder, der uns einen frankierten Rückumschlag sendet, bekommt die kostenlos.
Immer legen wir dann auch ein paar Flyer mit rein und, wenn es ein besonderer Brief ist, auch einen Button mit unserem Monster im Gabelkranz oder mit Piratenfisch.

Manchmal sind es auch Mails, die ihr uns schickt, oder Nachrichten  über unsere Facebookseite. Dann geht es meist um Hilfe für einen Vortrag in der Schule und es werden Fragen gestellt, die da noch offen sind. Oft sind die ähnlich, aber es gibt immer wieder auch echt neue.
Auch nach ein bisschen Material für den Vortrag wird gelegentlich gefragt.

Manchmal geht es auch darum, ob wir eine Veranstaltung unterstützen können. Über solche Mails freuen wir uns besonders. Das pastafarianische Leben ist bunt und vielfältig und macht einfach Spaß. Keine Frage, wenn das irgendwo gefeiert werden soll, am Garfreitag zum Beispiel, wir unterstützen euch dabei. Auch wenn es, wie bei einer aktuellen Anfrage, einfach mal um ein Pastafest geht.

Seltener möchte jemand von uns getraut werden. Bisher haben wir es immer geschafft, auch diese Wünsche zu erfüllen. Es musste noch keine Hochzeit ausfallen. Allerdings müsst ihr die Kosten für die Anfahrt übernehmen und eine Übernachtung organisieren.

Ganz selten kommen solche Anfragen wie jetzt von der Uni Regensburg, genauer vom ASTA. "...in der letzten Zeit gab es einige Vorfälle auf dem Regensburger Campus der Universität, die sich in Verbindung mit Ihnen proklamieren...." Man wollte wissen, ob es sich dabei um eine rechtliche Ortsgruppe handelt.
Auf Nachfrage zeigte sich, das mit den "Vorfällen" war etwas unglücklich ausgedrückt. Es ging um Raumnutzung, Buchung von Plakatwänden und Veranstaltungen innerhalb der Universität im Namen der Pastafari, für die die der studentische Sprecherrat verantwortlich ist.

Rechtliche Ortsgruppen haben wir gar nicht. Das habe ich mitgeteilt, darauf hingewiesen, dass die meisten Pastafari in Deutschland nicht Mitglied unserer Kirche sind und sich auch getrennt von uns in Gruppen zusammenschließen können. Das ist ja bei anderen Religionen nicht anders. Gleichzeitig bat ich um Gleichbehandlung mit anderen religiösen und weltanschaulichen Gruppen.
Die wurde dann auch zugesichert und erklärt, der ASTA sieht den Zuwachs einer möglichen Pastafari-Gruppe als einen Gewinn für die Diversität der Uni.

Es ist ein tolle Idee, Unigruppen zu gründen. Macht es nach, keine Uni ohne eine Campus Gruppe, das sollte das Ziel sein.
Wir unterstützen euch dabei, wo wir nur können.

Der pastafarianischen Campus Gruppe Regensburg herzlichen Glückwunsch. Wenn ihr noch irgend etwas braucht, Material z.B., meldet euch bei uns.

Möge eure Idee überall Fuß fassen.

02.02.2018

Das Wort zum Freitag - Wie ein Gericht zur Waffe wird



Unsere österreichische Bruderkirche hat es schwer. Ich hatte schon im vorletzten Wort zum Freitag darüber berichtet.

Der Richter schien seine Arbeit überaus ernst zu nehmen. Er hatte angekündigt, mindestens 300 Mitglieder persönlich vorzulanden und zu befragen, wie sie ihren Glauben leben.

Auch der hpd sah darin ein Zeichen besonders tiefen Eingehens des Gerichts auf den Sachverhalt: "Die angekündigte Gründlichkeit, mit der das österreichische Bundesverwaltungsgericht vorgehen will, überrascht positiv...."
Ein Urteil, dem ich mich angeschlossen hatte.

Nun lässt eine neue Mitteilung das Ganze in einem anderen Licht erscheinen.

Natürlich macht es Mühe und kostet, wenn man vor Gericht geladen wird. Man kann auch nicht einfach absagen, Erscheinen ist Pflicht.

Sowohl mit der Vorladung als auch im telefonischen Gespräch bietet das Gericht nun die Lösung für die, die solche Mühen und Kosten scheuen. Wer einfach aus dem Verein austritt, wird nicht mehr vorgeladen.

Wie ich finde, ein ungeheuerlicher Vorgang. Der Verdacht liegt nahe, hier soll einfach eine Austrittswelle in Gang gesetzt werden, die die Mitgliederzahl unter die benötigte Größe von mindestens 300 drückt.
Das ist, wenn die Welle nur groß genug wird, durchaus im Bereich des Möglichen.

War die angekündigte Anhörung einer solch großen Zahl von Mitgliedern also gar nicht ein Zeichen besonders gründlichen Vorgehens sondern Schikane? Diese Vermutung ist nicht von der Hand zu weisen.
Sowohl um die allgemeinen Kosten des Verfahrens zu senken, als auch um die Mitglieder nicht mehr als unbedingt nötig zu belasten, wäre sicher auch eine kleinere Zahl von Mitgliedern mit anschließender Hochrechnung statistisch belastbar. Wäre der Ausgang nicht klar genug für ein Urteil, hätte man immer noch aufstocken können.

Für mich ist das ein schändliches Vorgehen der österreichischen Justiz.
Möge das Monster unseren Brüdern und Schwestern Kraft und Gut geben, um dieses unlautere Angebot nicht anzunehmen.

RAmen