23.11.2017

Das Wort zum Freitag - Feiertage im Wandel




Seit Urzeiten gab es Feiertage, die entstanden, um die Götter zu ehren, an die man gerade glaubte. Schon weit vor dem Christentum gab es viele Kulturen, die am kürzesten Tag des Jahres die Wiedergeburt der Sonne und des Lichtes feierten. In den nordischen Ländern wurde dieses Fest JUL oder JOL genannt. Es bildete den Höhepunkt der dunklen Zeit und hat einen ganz alten Bezug zu Odin. Sonnen-, Toten- und Fruchtbarkeitsriten wurden durchgeführt bis Papst Hippolytos im Jahre 217 den 25. Dezember als Tag der Christgeburt benannte. Der alte Sonnengott ging, der neue Christengott kam. Seinen uralten Ursprung hat dieses Fest in die Mythenwelt unserer Vorfahren.

Ob sie sich wohl darüber beklagten, dass sie nun den Christengott statt ihres Sonnengottes anbeten sollten? Ob sie ihn heimlich trotzdem noch eine Zeit lang weiter anbeteten, bis er ganz langsam in Vergessenheit geriet? Lassen wir ihnen ihr Geheimnis.

Alles im Leben rächt sich irgendwann. Jüngst verfolgte ich im TV eine Reportage über die Vorweihnachtszeit. Es wurde berichtet, dass die Weihnachtsmärkte vielerorts bereits Mitte November ihre Tore öffnen, damit es sich der Aufwand für die Händler auch lohnt. Da der gottlos glückliche Mitmensch dieses Angebot gern annimmt und schon mal im nasskalten und grauen November den Genüssen der Weihnachtsmärkte erliegt, scheinen Angebot und Nachfrage zu harmonieren.

Die Christen finden das allerdings nicht so toll oder tun zumindest aus zwingendem Gehorsam so. Ich erfuhr, dass der November ein ruhiger Monat zu sein hat, in dem man sich besinnt, bevor dann im Advent wieder gefeiert werden kann. Nicht schlecht!

Mal runter zu fahren tut bestimmt so manchem gestressten Mitmenschen gut. Braucht er das aber gerade nicht oder ist ihm mehr nach Lichterglanz, Glühwein, Bratwurst, Pfannkuchen, wird er Orte finden, wo er das bekommen kann, was ihm gut tut, vielleicht auch auf Weihnachtsmärkten. Das Weihnachtsfest, wie es die Christen verstehen, gibt es wohl kaum noch. Hardliner praktizieren es vielleicht noch, ansonsten ist das Christkind wohl gegangen und vom Weihnachtsmann abgelöst worden. Einzig geblieben ist die Wintersonnenwende. Nur die Art, sie zu feiern, wandelt sich ständig.

Schleierhaft ist mir, wie man sich aufregen kann, dass Weihnachtsmärkte bereits im November öffnen. Hätte mich das gestört, würde ich ihnen fern bleiben. Kann doch jeder machen, wie er will.

Ich freue mich auf unser Pastatfest, das in diesem Jahr am 1. Dezember beginnt. Und weil es so schön ist, dürfen in diesem Jahr wieder 4 Kerzen auf den Pastatskranz.


Habt eine schöne Pastatszeit. Ihr wisst ja, das Monster ist nicht grummelig, falls ihr schon mal vorher die Pastatsfreuden genießen wollt und Es wird euch auch nicht bestrafen, falls ihr dieses Fest einfach ignoriert. Alles geht, nichts muss.

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