04.04.2015

Monsters Passtahfest




Wieder steht das Passtahfest vor der Tür. Vorfreudig findet sich das FSM schon mal zu Trainingszwecken am Biervulkan ein. Diesmal verspürt unser Monster keinen Appetit auf Bier und freut sich noch im Nachhinein, dass Es den Biervulkan so gemacht hat, dass nicht nur Bier aus ihm sprudelt, sondern eine neutrale Flüssigkeit, die sich mit dem Betreten des Mundes in das verwandelt, was man gerade zu trinken wünscht.





Es wünschte sich heute Absinth. Ihr ahnt sicher schon, dass es zu viel davon trank und so in einen tiefen Schlummer fiel. Erst am Garfreitag erwachte Es mit schwerem Kopf, hatte den ganzen Blaudonnerstag verschlafen und verpasst, wie immer mehr Pastafari weltweit ums Feuer saßen und Gräten nach altem Brauch hinein warfen.

Nun wollte Es zumindest sehen, wie das von Ihm bevorzugte Piratenvolk das Passtahfest beging. Es hatte ja schon mitbekommen, dass eine flotte Tanzveranstaltung von einigen Pastafari in Berlin geplant wurde und selbst Ungläubige den Garfreitag würdigen, indem sie heitere Kinoaufführungen organisieren.

Noch im Bett liegend blinzelte Es verkatert auf die Erde hinab. Kurz darauf durchfuhr ein heftiger Schreck unser FSM, denn Es sah, dass die Köpfe vieler Pastafari in Nudelsieben steckten. Sein Puls begann zu rasen, Es rieb sich die Augen und wilde Theorien durchkreisten Seinen schweren Kopf.

„Seit wann gibt es denn so viele Kannibalen, die Piratenköpfe in Nudelsieben abtropfen lassen, um sie dann ins Feuer zu werfen?“ überlegte Es und konnte nicht glauben, was es da sah. Vom Schrecken erfasst setzte Es sich langsam auf, um erneut auf die Erde herab zu blicken. Es stutzte kurz und prustete dann los. So Kopf über aus dem Bett geschielt, glaubte Es, dass die Köpfe der Piraten in den Sieben steckten. Nun erkannte Es, dass sie die Siebe auf Ihren Köpfen trugen.

Erneut begann Es zu grübeln, nahm sich das Evangelium aus dem Regal und suchte nach der Stelle, in der das Nudelsieb abgehandelt wurde, denn es konnte sich heute nicht so recht erinnern. Da Es diese Stelle nicht fand, begann es an Seinem Propheten zu zweifeln. „Hat er Meinen Willen nicht eindeutig formuliert? Aber nein, da steht eindeutig und unmissverständlich, dass Pastafari im Piratenornat gekleidet sein sollen, besonders an Feiertagen. Sogar eine Abbildung ist beigefügt, so dass selbst Pastafari, die nicht gern lesen, erkennen müssten, worauf es Mir ankommt.“ Das Monster wurde jetzt so traurig, dass Es erst einmal eine Ladung Schnee auf die Erde schickte. „Muss ich denn alles selber machen, um die Erderwärmung zu stoppen?“ fragte Es sich bekümmert. Dann erinnerte Es sich an an Seine 8 Bitten. Stand nicht im V. Am Liebsten Wäre Mir „...Esst etwas und dann ...?!“

Es schnitt sich ein dickes Stück Brot ab und schmierte sich Currysoße drauf. Mit einem großen Bissen verschlang Es alles und beruhigte sich schnell wieder. Es rief sich ins Gedächtnis, dass Piraten letztlich auch nur Menschen sind und überlegte kurz, ob Es mit seinen 8 Bitten zu nachsichtig war. Schließlich haben andere Menschen sogar Gebote und überschreiten diese ständig. Wie lasch kann man da erst mit Bitten umgehen.



„Ach ja“ dachte es unter herzhaftem Gähnen, „Jede Kirche hat eben ihre Ecken und Kant...“, sank auf Sein Bett und war mitten in Seinen Gedankengängen ganz fest eingeschlafen.

Jedenfalls könnte ich es mir so vorstellen.
Eure Elli S.

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