17.01.2015

Offener Brief an die Christen Templins



Sehr geehrter Herr Chrzon, sehr geehrter Herr Höhle, sehr geehrter Herr Schein, liebe Christen,

wieder sind unsere Nudelmessenhinweisschilder durchkreuzt worden. Dieses Mal mit rotem Klebeband, das sich nicht einfach ablösen lässt. Es bleiben Farbspuren, die aufwändig entfernt werden müssen.

Aufgrund der Art und Weise der Durchkreuzung sind wir inzwischen überzeugt, dass es sich weder beim ersten Mal noch jetzt um alterstypische Taten eines Jugendlichen handelt, sondern um bewusste Aktionen eines intoleranten erwachsenen Christen.
Schon bei der letzten Aktion hat Herr Schein bedauert, dass diese auf die Christen Templins zurück fallen wird. Diese Gefahr besteht auch dieses Mal.

Wir sind überzeugt, die Mehrheit der Templiner Christen ist  tolerant und möchten Ihnen deshalb die Möglichkeit geben, das zu zeigen und sich so von den Aktionen zu distanzieren. Bis zum nächsten Wochenende werden wir warten, bevor wir versuchen, die Schilder selbst zu säubern. So haben Sie die Möglichkeit, dies zu übernehmen. Das könnte auch ein Zeichen setzen, um solchen Vandalismus künftig zu vermeiden.

Darüber würden wir uns sehr freuen, denn die Meldung des rbb, unsere Schilder müssten auf Weisung des Kultusministeriums abgenommen werden, ist falsch. Das liegt nicht in der Kompetenz dieses Ministeriums und dessen Befund, wir wären keine Religion, ist unerheblich. Unsere Nudelmessenhinweisschilder haben wir als Weltanschauungsgemeinschaft beantragt, als die wir uns seit unserer Gründung verstehen. Die sind laut Grundgesetz mit Religionsgemeinschaften gleichgestellt. Im einführenden Text zur Richtllinie zum Aufstellen von Hinweisschildern wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese in Kraft gesetzt wurde, um weitere Gleichberechtigung zwischen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zu schaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Rüdiger Weida
Vorsitzender
Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V.
Gemeinnützige Körperschaft




Nachtrag: Inzwischen ist die erste Antwort eingetroffen. Für die katholische Kirche schreibt Gemeindereferent Vedder:

Hallo,
nicht so leicht, eine Niederlage einzustecken, kann ich verstehen.
Ihnen persönlich alles Gute
Reiner Vedder

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