20.12.2014

"Vier Frauen und ein Scharlatan" und der Sack des Lichterpiraten



Bald ist es so weit, das nudlige Lichterfest naht. Doch so mancher Lichterpirat hat den Sack noch nicht voll, hat noch nicht für jeden das rechte Geschenk gefunden. Dann macht sich Panik breit. Um das zu verhindern, habe ich heute einen Tipp für euch.

Ja, einen Buchtipp. Manche meinen, Bücher als Lichterfestgeschenk sind out. Nö, stimmt nicht, wenn es nur die richtigen sind.

Vor kurzem ist da was im Alibri-Verlag erschienen, dem Verlag, der auch unsere Pastafari-CDs verkauft: "Vier Frauen und ein Scharlatan" ein satirischer Esothriller von Eva S. Bernauer.

Es dauerte nicht lange, bis ich beim Lesen das erste mal laut gelacht habe. Dann kam das große Staunen. Ist das wirklich so? Treibt die Esotherik tatsächlich solche Blüten? Ja, es ist nur ein Roman, aber es war ganz klar zu spüren, einer, der auf ausgezeichneter Recherche aufbaut. So war ich immer zwischen schmunzeln und staunen hin und her gerissen. War schon ein cleverer Typ, der Guru, mit seiner Idee von Heilkugeln, die, je nach Farbe, bestimmte Aufgaben haben. Am besten wirken sie, je näher man sie ans Innerste bringt. Als das einige seiner Jüngerinnen darauf brachte, sie sich dahin zu schieben, wo sie dem am nächsten kommen, wusste er auch das geschickt zu nutzen.

Dumm nur, dass die dann doch noch mißtrauisch wurden. Wie die vier Damen den Guru zu Fall brachten, hatte für mich nichts mit Thriller zu tun. Eher was mit der Bedächtigkeit von Miss Marble.
Vielleicht war das mit dem Thrill ja auch eher satirisch gemeint.

Auf jeden Fall aber ein ganz vergnügliches und auch erhellendes Buch, das prima zur
Feiertagsstimmung passen würde und das es auch als ebook gibt.


Abermahls krähte der Hahn





Der gleiche Verlag bringt eine Neuauflage eines Deschnerklassikers. Einen, den man wirklich haben sollte, und der zum günstigeren Subskriptionspreis vorbestellt werden kann.


Noch ein letztes Buch möchte ich erwähnen. Eins, dass ich noch nicht gelesen habe. Mit einem der Mitautoren, Pfarrer Christoph Wonneberger, hatte ich in Dresden jedoch guten Kontakt und noch immer die höchste Hochachtung vor ihm. Ja, das ist der Pfarrer, der dann später in der Nikolaikirche in Leipzig Initiator der Montagsgebete und - demos war. Ein Buch, an dem er beteiligt war, wird die Rolle der Kirche ganz sicher nicht einseitig jubelnd darstellen.
Das Buch ist das erste einer Reihe zur Opposition in der DDR.

Weg in den Aufstand



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