18.12.2014

Das Wort zum Freitag - Hinweisschilder auf Gottesdienste und Messen

Diesen Aufkleber im Format 12x12 könnt ihr gegen frankierten Rückumschlag kostenlos bei uns beziehen

Ein großer Schritt in Richtung Gleichberechtigung ist nun getan. Jeder hat es inzwischen mitbekommen, wir dürfen für unsere heilige Nudelmesse am Ortseingang genau so werben, wie Katholiken oder evangelische Gläubige. Das ist ein sehr großer Erfolg, den wir nicht zuletzt durch die Hilfe von euch allen feiern dürfen. Dafür noch einmal ein nudliges Dankeschön auch von mir.

Ich wäre jedoch kein echter Pastafari, wenn sich nicht auch an dieser Sache Zweifel bei mir breit machen würden. Die möchte ich euch, liebe Brüder und Schwestern, nicht vorenthalten.

Wozu sind Hinweisschilder auf Gottesdienste und Messen gut?

Ich stelle mir vor, wie z.B. eine evangelische Familie einen Ausflug in eine fremde Stadt plant, um dort eine Sehenswürdigkeit zu besichtigen oder ein Thermalbad aufzusuchen oder den Tierpark oder oder oder.

Lasst mich mal kursiv spinnen.

Kurz bevor meine  Familie die Stadt erreicht hat, fällt ihr Blick auf das Schild „Evangelischer Gottesdienst“. Auch die Zeit des Beginns ist darauf vermerkt. Mehr nicht! Gesetzt den Fall, dass meine  Familie über die Maßen spontan ist und obendrein noch genügend Zeit bleibt, um pünktlich dem angekündigten Gottesdienst beizuwohnen, beschließt sie, es zu tun, weil es viel toller ist, als Tierpark, Baden oder was auch immer geplant war.
Vorfreude macht sich breit unter ihnen, wird ihnen jedoch sofort wieder genommen. Wo ist denn die Kirche? Wie kommen wir da hin? Kann man davor gut parken? Diese Ungewissheiten sind zum Glück zu lösen, da die Familie ein Smartphone dabei hat. 
 
Gläubige, die nicht so spontan sind, wie meine erdachte Familie, würden sich sicher zu Hause per Telefon oder Internet erkundigen, wie sie in einer fremden Stadt an ihr Reiseziel gelangen. Macht es also Sinn, Material, Zeit und Kosten zu verschwenden, um solche Schilder aufzustellen? Sind schon jemals Leute wegen solcher Schilder in fremden Gotteshäusern erschienen oder wurden diese nur aufgestellt, um den Gläubigen ein schlechtes Gewissen einzureden oder weil die Kirchen inzwischen einfach jeden Strohhalm nutzen, um Werbung für ihren immer bedeutungsloser werdenden Aberglauben zu machen?

Immerhin nutzen die Schilder uns Pastafari. Inzwischen weiß die ganze Welt, dass es uns gibt und dass es möglich ist, nach Templin zu pilgern, um gemeinsam mit Bruder Spaghettus die Heilige Nudelmesse zu feiern. So machten sich neulich zwei Pilger auf den Weg nach Templin, um pünktlich um 10:00 Uhr zur Heiligen Nudelmesse zu erscheinen. Da Pastafari aber keine Zeit zu vergeuden haben, meldeten auch diese beiden sich vorher bei Bruder Spaghettus an und erkundigten sich nach dem Weg.

Leider ist es so manchem Pastafari nicht möglich, freitags um 10:00 Uhr zur Messe zu erscheinen, denn noch müssen wir an unserem Feiertag in der Regel arbeiten. Wie ich aber Bruder Spaghettus kenne, macht er sicher ab und an eine Ausnahme und ermöglicht Termine außer der Reihe, denn Nudelmessen machen glücklich, egal, wann sie gefeiert werden.

Aber das machen sie auch ohne Gottesdiensthinweisschilder. Also weg damit, genau wie mit allen anderen religiösen oder weltanschaulichen Sonderregelungen. Nur so ist wahre Gleichberechtigung überhaupt möglich. 
Ramen


Eure Elli

)*  Wir geben pro Person maximal 6 Stück ab.
Am besten für euch wäre, wenn ihr in einem Standardbrief einen frankierten A5 Umschlag mit eurer Adresse und einem Zettel mit der gewünschten Stückzahl an uns schickt.

In einen Standardbrief passen wegen des Maximalgewichts von 20g maximal drei, außerdem müssen die in der Mitte geknickt werden. Was allerdings nicht so tragisch ist, da die abzuziehende Rückseite da eh geteilt ist.

Kirche des FSM Deutschland e.V.
Schulzenfelde 9

17268 Templin

Kommentare:

  1. Folkmar Drechsel12/18/2014 3:33 nachm.

    Das Wort zum Freitag regte mich zu einem Gedicht an, welche ich Euch nicht vorenthalten will.

    WeinAcht

    Blech, genudelt Hinweisschilder,
    macht die Pastafari wilder.
    Blechen für neue Ständer,
    tragen Piratengewänder.

    Sie woll’n von Herzen haben Spaß,
    drum ist auf sie schon mal Verlass.
    Nun sind sie auch schon weltbekannt,
    überall wurd‘ ihr Nam‘ genannt.

    Fromme fingen an zu motzen,
    ihnen war es wohl wie kotzen.
    Können nicht den Spaß verderben,
    Pastaschilder weiter werben.

    Nun bricht herein, die Nudelzeit,
    WeinAcht ist gar nicht mehr so weit.
    Drum stimmet alle froh mit ein,
    die WeinAchtszeit soll nudlig sein.

    ©Folkmar Drechsel

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    1. ES hat durch dich gesprochen, Folkmar. Ganz zweifellos. :)

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