08.11.2012

Das Wort zum Freitag


Religiöse Kopfbedeckung der Pastafari auf Passbildern

Zwei Sachen haben mich heute verblüfft. Zum Einen, wie das FSM scheinbar immer mehr Anerkennung in der Gesellschaft findet und zum Anderen, wie weise es bestimmte Ereignisse zusammenfallen lässt. 


Als ich mich heute bei fb einloggte, hatte ich eine persönliche Nachricht eines Glaubensbruders aus Bayern. Er hatte drei Fragen an mich, darunter die:

"....kannst Du mir etwas zur aktuellen Gesetzeslage bezüglich Kopfbedungen auf Ausweisen sagen? Ich muss meinen Perso erneuern bzw. hab den alten verloren. Kann ich das mit Sieb machen? Da es ja landesweite Regelungen sind, spielt es eine Rolle, dass ich in Bayern lebe?... "

Was das Sieb betrifft, konnte ich ihm keine Hoffnung machen:

"...das mit dem Sieb geht auf keinen Fall. Nicht nur, weil wir von der KdFSM das Sieb ablehnen, sondern vor allem, weil es sich nicht als religiöse Kopfbedeckung begründen lässt. Das geht ganz eindeutig nur aus dem Evangelium mit Piratenkopfbedeckungen. Es muss sich aber um eine nachweisbare religiöse Kopfbedeckung handeln, weil in D nur dafür Ausnahmen geduldet werden. 

In Österreich ist die Gesetzeslage anders, dort wird nur gefordert, dass das Gesicht nicht bedeckt ist, aber Kopfbedeckungen werden nicht generell ausgeschlossen. Deshalb ging das mit dem Nudelsieb, das Niko auch nur deshalb genommen hat, weil er damals nicht wusste, dass Pastafari Piratenkopfbedeckungen tragen und sich zum Fototermin einfach was gegriffen hat.

Aber auch mit Piratenhut, Tuch oder Bandana ist es nicht sicher, ob du Erfolg haben wirst. Immerhin könnte ich dir dafür eine Bescheinung unserer Kirche schicken, dass deren Tragen religiöse Pflicht für Pastafari ist. Außerdem die Bestätigung unserer Kirche als gemeinnützige Körperschaft. 
Es kommt dann viel auf dein Auftreten und den konkreten Bearbeiter an. Manche akzeptieren das, andere nicht. Es hat zwar jemand, auch aus Bayern, schon mal versucht, sich dagegen zu wehren. Aber nachdem er eine schriftliche Begründung der Ablehnung gefordert hatte und dafür über 100,- Euro zahlen musste, außerdem ein Versuch, einen kostenlosen Rechtsbeistand zu finden, gescheitert ist, hat er dann wegen des finanziellen Risikos die Sache nicht weiter verfolgt. Was wohl gut nachzuvollziehen ist.
Es spielt rein rechtlich keine Rolle, in welchem Bundesland du lebst. Überall gilt die Fotomustertafel. Im Verhalten der Beamten scheint es aber doch Unterschiede zu geben. Wahrscheinlich stutzen die in eher gläubigen Gegenden einfach mehr als dort, wo Glauben keine wesentliche Rolle spielt.
Vielleicht hilft dir das ein bisschen weiter: http://fsm-uckermark.blogspot.de/2011/07/piratenfuhrerschein-der-antrages-wurde.html
Die Bescheiningung zur Kopfbedeckung und zur gemeinnützigen Körperschaft findest du auf www.pastafari.eu unter Verein bzw. Propaganda. "

Das war der erste Teil meiner Geschichte. Die ging noch weiter, als die Post kam. Mit Post von der BBB A.T.U. Eigentlich war ich mit der Kasse immer recht zufrieden. Sie zahlt schon das zweite Jahr in Folge 30,- Euro an ihre Mitglieder aus statt Zustatzbeiträge zu erheben. Ein bisschen hatte ich aber schon angefangen, an ihr zu zweifeln. Vor mehreren Monaten hatte ich die Aufforderung erhalten, ein Passbild für die neue Gesundheitskarte einzureichen. Natürlich habe ich da auf elektronischem Weg wieder eins mit Piratentuch geschickt. Ich hatte vor kurzem am Kundentelefon mal nachgefragt, ob das überhaupt angekommen ist. Ja, alles da, bekam ich als Antwort. 
Heute nun brachte die Post meine neue Karte. Zwar mit Wartezeit, aber ohne alle Schwierigkeiten hatte ich die mit meiner religiösen Kopfbedeckung bekommen. 
Ich sehe darin ein klares Zeichen, wie sich unsere einzig wissenschaftliche Religion immer mehr etabliert. Davon lasse ich mich auch nicht durch das Gemeckere derer abhalten, die da meinen, das läge nur daran, dass es sich bei der Gesundheitskarte nicht um ein hoheitliches Dokument handelt und deshalb einfach andere Bestimmungen gelten. 

Mit Freude verneige ich mich aber vor Seiner Weisheit, diese beiden Ereignisse, die Anfrage eines Bruders und die Übersendung der Gesundheitskarte, in eindeutigen zeitlichen Zusammenhang zu bringen. Das kann nur ein eindeutiges Zeichen sein, Es möchte all denen, die mit ihren Passbildern auf anderen Dokumenten bei Behörden gescheitert sind, aber auch solchen, die sich gar nicht erst der Willkür solcher Behörden ausliefern möchten, einen Weg zeigen, wie man doch noch auf einem Passbild seinen Glauben zeigen kann.


Nutzt diesen Seinen Fingerzeig, liebe Schwestern und Brüder. Ihr alle, ob ihr das gut findet oder nicht, werdet früher oder später die neue Gesundheitskarte erhalten. Dann, so bitte ich euch, bekennt euch klar zu IHM und gebt ebenfalls ein Passbild mit Piratenkopfbedeckung ab. 

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