20.08.2007

Post von der forschen(den) Piraten-Bärbel

Hallo PiratInnen und Brüder und Schwestern
im Geiste seiner Nudeligkeit,

auch ich bin Pastafari (war früher Atheistin) seit ich von ES gehört habe.


Aber bis vor einigen Stunden hatte ich Zweifel an der empirischen Untersuchung zum Rückgang der Piraten als Ursache für die Klimakatastrophe und so. ES möge mir in seiner Nudeligkeit vergeben.
Weil: Auch heute gibt es noch mehr als geschätzte 17 Piraten auf den Weltmeeren (wenn man den Medien glauben darf).

Ich kenne ihre genaue Zahl nicht, aber im indischen Ozean und in Südostasien werden es bestimmt so einige Tausend bis Zehntausend sein.

Na gut, zugegeben: Das "Goldene Zeitalter der Piraten" in der Karibik ist vorbei, im Mittelmeer wurden schon lange keine Kosaren mehr gesichtet, die Friesen haben das Entern von Schiffen aufgegeben und verdienen jetzt ihre Nudeln mit Krabbensoße durch den Tourismus und
auch die Skandinavier halten sich mit Plünderungszügen bedeckt und fallen höchstens mal friedlich saufend und indigene Popmusik verbreitend in Mittel- und Südeuropa ein (meist in den Sommermonaten in Wellen) - Das ist wirklich nicht mehr das Gelbe der Eiernudel.

Aber es ist nicht wegzudiskutieren, dass es immer noch einige tausend oder vielleicht zehntausende unerschrockene Piraten gibt, die das traditionelle Handwerk z. B. am Horn von Afrika, in der Straße von Malakka, vor Sulawesi und gelegentlich sogar vor Südamerika noch
betreiben und damit eigentlich nach der Theorie dem Klimawandel Einhalt gebieten müssten.

Könnt Ihr Euch vorstellen, wie lange mir diese Beobachtungen Kopfzerbrechen bereitet haben und ich mich schon einer tiefen Glaubenskrise näherte?

Aber ich meine jetzt die Lösung gefunden zu haben - Die Theorie ist nicht widerlegt, sondern es hat ES gefallen, unserem Propheten Bobby einen kleinen methodischen Fehler unterzunudeln - Ja, ES hat wahrlich Humor!!!
Bobby hat nämlich den Zusammenhang anhand der ABSOLUTEN Zahlen der existierenden Piraten zu erklären versucht und dabei ein paar Tausend (oder Zehntausend) heutiger Piraten vergessen. - Das kann bei wissenschaftlichen Untersuchungen mal passieren, insbesondere da er
wohl vor allem die Piraten der Karibik als repräsentative Stichprobe herangezogen hat.
So ist ein scheinbarer Schwachpunkt in der empirischen Analyse entstanden - aber eben nur ein scheinbarer.
Die kleine Ungenauigkeit läßt sich aber einfach korrigieren, indem man die RELATIVE Zahl der Piraten nimmt, also den Anteil der Piraten an der gesamten Weltbevölkerung.

Da sich die Weltbevölkerung seit 1800 mehr als versechsfacht hat (von rund 1 Milliarde auf ca. 6,6 Millarden im Mai 2007 Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbevölkerung ), hätte sich im gleichen Zeitraum auch die Anzahl der Piraten versechsfachen müssen, um der
Klimakatastrophe wirksam entgegenzuwirken.
Nur ein Zuwachs an Piraten, der dem Wachstum der Weltbevölkerung entspricht, hätte eine Stabilität des Klimas bedeutet. - Das ist augenscheinlich in den letzten 2 Jahrhunderten nicht geschehen. Auch wenn ich die absolute Anzahl der heutigen Piraten nicht kenne, so habe ich doch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Piraterie eine Zahl für das frühe 19. Jh. im chinesischen Meer gefunden - ca. 150.000 Piraten. Wenn man nur sie nimmt (und alle anderen Piraten,
die um 1800 noch lebten, ausklammert) kommt man auf einen Anteil von 0,15 Prozent Piraten an der damaligen Weltbevölkerung. Das dürfte für mich der Mindestanteil sein, bei dem das Klima noch verträglich gehalten werden kann. (Ab ca. 1850 ging "die kleine Eiszeit" zuende
und das Klima erwärmte sich.)

Wenn die Anzahl der Piraten seit 1800 gleich geblieben wäre (also auch heute noch ca. 150.000 existieren), wäre ihr Anteil an der Weltbevölkerung auf 0,023 Prozent gesunken - Tendenz weiter sinkend, da die Weltbevölkerung exponential wächst. Um den Anteil der Piraten an der Weltbevölkerung auf dem Stand von 1800 zu halten, hätte ihre Anzahl bis Mai 2007 auf mind. ca. 990.000 steigen müssen.
Ich kenne die Anzahl der aktuellen Piraten nicht, aber ich fürchte, dass es deutlich weniger sind.

Meiner Überlegung nach ist ein Wachstum der Piraten, das jetzt dringend benötigt wird, nicht
allein durch Überzeugungsarbeit bei männlichen Personen zu bewerkstelligen. Am Wachstum der Weltbevölkerung sind ganz entscheidend auch weibliche Personen beteiligt. Und ich fürchte, dass genau an der Stelle die Population der Piraten hinterher hinkt. Was dringend benötigt wird, sind überzeugte Piratinnen, die das Wachstum der Piratenpopulation antreiben.

Ergo: Wir müssen alles tun, die Anzahl der Piraten zu erhöhen. Das geht nur über mehr Piratinnen. Und das geht nur über eine stärkere Ausarbeitung des Gender Mainstreamings in der Lehre des FSM. Seine Nudeligkeit hat das ganz sicher so geschaffen (siehe z. B. Nr. 3 der
"Es-Wäre-Mir-Irgendwie-Liebers"). Es ist jetzt an uns, das entsprechend mit Leben und Nachweisen zu füllen.

Upps, arrrrghhhh, da bin ich jetzt ein wenig vom Holzbein zum Parmesankäse gekommen, aber ich denke, beide meiner Anliegen sind angekommen, oder?

Nudelige Grüße

Piratin Bärbel

1 Kommentar:

  1. Eine Theorie, die besonders in Verbindung mit der unseres korrespond. Mitglieds Dr. Cheireddin
    einiges für sich hat.

    Doch, obwohl selbstverständlich auch er nicht fehlerfrei ist, es mag den Einen oder die Andere verwirren, dass unser Prophet Bob solche Fehler gemacht haben soll.

    Aber das muss gar nicht sein. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten:

    1. Nicht das FSM wollte Bobby verwirren, sondern er uns. Vielleicht wollte er uns nur lehren, nie unseren obersten Grundsatz zu vergessen - alles anzweifeln.

    2. In Verbindung mit Dr. Cheireddins Arbeit könnte man auch schließen, die heutigen Piraten sind einfach falsch gekleidet.

    3. Gibt es noch die Theorie, die Piratenschiffe sind dran Schuld. Weil die meisten nicht mehr mit Segeln fahren. Die wären der Grund gewesen, dass die Luft umgewälzt und so gekühlt wurde. Naja, hat ne kleine Schwäche: Als die Piraten aus der Karibik verschwanden, gab es noch genug andere Schiffe mit Segeln, also in sich selbst nicht logisch.

    Fakt ist aber, was auch immer Zweifel in uns weckt, wir müssen, wie es Piratenbärbel getan hat, nach Erklärungen suchen. Nur dann nicht den Fehler machen, die auch für unumstößliche Tatsachen zu halten sondern immer wieder neu selbst an unserer eigenen Forschung zweifeln.

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