09.12.2016

2. Pastat




Heut zum 2. Pastat

gehen wir an den Start
um die WeinAcht zu künden
Ihr müsst uns nur noch finden. 


18:00 Uhr, Kulturbrauerei Berlin, Eingang Knaackstraße :)

08.12.2016

Das Wort zum Freitag - Rahbaumkugeln




Jedes Jahr bringen wir die wahre Geschichte unter die Leute, wie WeinAchten entstand. In diesem Jahr treffen wir uns am Freitag, d. 09.12.16 um 18:00 Uhr am Eingang Knaackstraße der Kulturbrauerei in Berlin. Dort verteilen wir unsere Flyer, Button und Aufkleber und kommen dabei ganz sicher auch wieder schön ins Schwatzen mit den Leuten. Wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen.

Die meisten von euch werden die Geschichte schon kennen, aber wir haben etwas neues in unseren Archiven ausgegraben. Nichts Wesentliches, aber ein schönes, kleines Detail.

Ihr erinnert euch sicher an den Knaben, der den Weinbecher des Piraten umstieß, worauf ihn dieser ermahnte: "Du musst den Wein achten."

Dieser Knabe wurde, wie wir nun herausgefunden haben, von allen nur Blasen-Jan genannt. Nein, nicht weil er immer so schnell durch den Sand wetzte, dass er Blasen an den Füßen hatte. Es hatte viel mehr mit seiner Scheu vor Seife zu tun. Er hasste es, sich zu waschen und strampelte auf Teufel komm raus und schrie, wenn seine Mutter das mit Gewalt versucht. Dabei bekam er einmal etwas Wasser in den Mund und zu seinem Erstaunen kam dann aus diesem eine Blase, als er weiter schreien wollte. Verdammt, sah die toll aus als die ins Moos fiel und dort in der Sonne glitzerte.



Aber es schmeckte fürchterlich. Also musste er sich was einfallen lassen, wie er anders Blasen machen konnte. Schon der erste Versuch mit einem Strohhalm klappte prima und so sah man Jan immer öfter mit dem und einem Napf Seifenwasser. 

Bald war er nicht mehr der Einzige, der seine Freude am Seifenblasen hatte. Auch andere Kinder fanden das prima und machten mit. Nur eins bedauerten sie immer, die Blasen platzten zu schnell. 





Ihr erinnert euch noch an den Rahbaum, den die Kinder immer zur Begrüßung der Piraten am Strand aufgebaut hatten, wenn die von der letzten Kaperfahrt des Jahres zurück kamen? In einem Jahr war es da schon richtig kalt. Na ja, noch nicht der ganz tiefe Frost, aber doch schon unter Null Grad. Das Seifenblasen machte gerade noch so Spaß.

Da passierte es. Eine der Blasen fiel nicht in den Sand am Strand, sondern auf den Rahbaum. Dort platze sie aber nicht, sondern fing an zu gefrieren. Das sah so toll aus.



Nach und nach waren kleine Sterne zu sehen, die sich auf der Blase ausbreiteten bis die zum Schluss völlig bedeckt war.

Das wollten natürlich alle sehen uns so bliesen die Kinder ihren Seifenschaum direkt auf den Rahbaum. Nach und nach war der übersäht mit gefrorenen Kugeln, die wunderbar im Abendlicht, es war schon spät geworden, schimmerten.



Gleich am nächsten Morgen wollten sie weiter machen, doch da war der Wind wieder viel zu steif geworden. Keine Blase blieb mehr liegen.

Ein Pirat, der einst als Gefangener in einer Glasmanufaktur arbeiten musste, versuchte die Kinder zu trösten. Er blies kleine Blasen aus Glas um einen Draht und hängte die an den Rahbaum.



So entstand die Tradition der Rahbaumkugeln.

02.12.2016

Ein nudliges 1. Pastat allen Pastafari...


....und auch sonst allen, die es feiern möchten.
Zum 1. Pastat
trinkt der Lichterpirat in feiner Manier ein sehr kühles Bier. Der Lichterpirat greift zum 2. Pastat nach zwei kühlen Bieren, muss sich nicht lang zieren. Drei Bierchen geh´n auch, so will es der Brauch zum 3. Pastat. Prost, Lichterpirat. Und in diesem Jahr trinkt vier Flaschen gar zum 4. Pastat unser Lichterpirat. Eure Elli Spirelli

01.12.2016

Das Wort zum Freitag - Sieg für den Bund für Geistesfreiheit


Herzlichen Glückwunsch unseren Freunden vom BfG nach Bayern. Nach vier Niederlagen in den Vorinstanzen hat nun das Bundesverfassungsgericht für sie entschieden. Eine kleine Ursache, aber ein großer Schritt bei der Fortführung der Säkularisierung in Deutschland.

Aber lassen wir Assunta Tameleo, die das Ganze maßgeblich eingefädelt hat, selbst reden:


"Der Bund für Geistesfreiheit München hat vor dem Bundesverfassungsgericht mit seiner Beschwerde endlich Erfolg gehabt. Am heutigen 30.November gegen neun Uhr Ortszeit erreichte uns die frohe Botschaft aus Karlsruhe. Es hat neuneinhalb Jahre gedauert, genau genommen seit Karfreitag im April 2007 bis zum heutigen Tag, bis wir in vierter Instanz endlich recht bekommen haben.

Die Entscheidung lag in Karlsruhe seit 2012 als demnächst zu entscheidendes Verfahren an. Und wir vom bfg München waren schon gar nicht mehr sehr zuversichtlich, wann bzw. was dann denn nach doch relativ langer Zeit in unserer Sache entschieden werden würde.

Zur Erinnerung: im Jahre 2007 beschloss der damalige Vorstand des bfg München unter der damaligen ersten (heute stellvertretenden) Vorsitzenden Assunta Tammelleo auf deren Antrag hin, sich mit dem Bayerischen Feiertagsgesetz zu beschäftigen. Dieses Gesetz zwingt zum Beispiel auch Agnostiker, Atheisten, Konfessionslose, Andersgläubige, am sog. „Stillen Tag“, dem Karfreitag, an Stätten mit Schankanlagen nicht zu Musik zu tanzen. Dies werteten wir damals als einen Zwang, der sich mit  unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung im 21. Jahrhundert nicht vereinbaren lässt.

In diesem Land herrscht Religionsfreiheit, und das schließt die negative Religionsfreiheit mit ein. Warum sollen wir an einem für alle Menschen freien Tag nicht zu einem Fest oder zu einer Party einladen dürfen in eine Gaststätte oder ein Theater, um dort zu feiern, zur Musik zu tanzen? Schließlich würden alle gesetzlichen Auflagen beachtet (Emissionsschutz, Jugendschutz etc.), und zum Betreten dieser Stätte würde ja niemand gezwungen? Es würde den gläubigen Christen ja damit nicht verboten, am Tag des Todes ihres Herrn zu trauern…

An Karfreitag 2007 entdeckten wir ohne große Mühe ca. 400 Party-, Musik/Tanzveranstaltungen in München und unmittelbarer Umgebung. Das Bedürfnis, an einem solchen, freien Tag nicht zu traurig und still zu sein, war auch damals – und ist heute noch – sehr groß. Allein, wenn man bedenkt, dass in München selbst mehr als die Hälfte der Bürger/Bürgerinnen aktuell keiner christlichen Konfession angehören. Somit haben wir gezielt in Aufmachung und Werbung dafür gesorgt, dass gerade unsere geplante Party unter dem Motto „Heidenspaß statt Höllenqualen“ vom Erzbischöflichen Ordinariat München Freising entdeckt und beim Kreisverwaltungsreferat München angezeigt wurde. Nur als vom Verbot betroffene Instanz stand uns der Klageweg frei. Und den wollten wir bestreiten. Alleine der Bescheid des KVR München, dass die ganze Veranstaltung verboten wird, hat 300,00 € gekostet. Den Bußgeldrahmen, den der Gesetzgeber vorsieht, hat das KVR München in unserem Fall gleich ganz ausgeschöpft. Zwischen 150,00 bis max. 15.000,00 € sind hier angesetzt. Unsere Party wurde – bei Zuwiderhandlung gegen das ausgesprochene Verbot – mit dem höchstzulässigen Bußgeldsatz von 15.000,00 € belegt.

Alles Weitere ist Geschichte. Anstatt richtig Party zu machen schauten wir den geplanten Film „Wer früher stirbt ist länger tot“ von Marcus H.Rosenmüller im Oberangertheater München an und sangen dazu im Anschluss mit dem ganzen Saal mehrere Lieder acapella, darunter „Amazing Grace“ und „We shall overcome“. Dann klagten wir, verloren am Bayerischen Verwaltungsgericht, am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof und am Bundesverwaltungsgerichtshof in Leipzig (2009). Von dort wanderte das Verfahren nach Karlsruhe und ruhte dort zunächst. Nun, das Warten hat sich gelohnt. Dort haben wir heute gewonnen."

Wir, Elli Spirelli und Bruder Spaghettus, können sogar ein kleines bisschen mit Stolz auf diesen Erfolg sein, denn wir sind beide Betreuungsmitglied im BfG. Dazu muss man nämlich nicht zwingend aus Bayern sein.

Zeigt, dass ihr die gute Sache unterstützt!
Werdet auch ihr dort Betreuungsmitglied, es gibt schon einig Doppelmitgliedschaften KdFSMD e.V/BfG.

Es kostet euch nicht mal was, die Mitgliedschaft ist beitragsfrei. 


Aber weil der BfG, genau wie die Kirchen, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, bekommt er für jedes Mitglied jährlich einen Grundbetrag. Auch wenn der minimal ist, so können wir mit dazu beitragen, dass das Ungleichgewicht in der Förderung von Weltanschauungen ein kleines bisschen verringert wird.

Wer möchte kann natürlich auch bei moderatem Jahresbeitrag ordentliches und stimmberechtigtes Mitglied werden.

Also ob so oder so, macht mit.